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    Tracking in der Chemielogistik: Planungssicherheit für zeitkritische Lieferungen

    20.08.20 08:00 , Autor: Florenz Treschau

    Tracking in der Chemielogistik

    Modernes Supply Chain Management ist heute digital. Nur so lassen sich die Wertschöpfungsketten effektiv planen und steuern. Dies ist besonders wichtig für die Chemielogistik: Intelligente Analyse- und Trackingtools sorgen für optimale Transparenz bei der Nachverfolgung der sensiblen Güter und für maximale Planungssicherheit.

    Digitalisierung der Supply Chain in der Chemieindustrie trägt grundsätzlich zur Verbesserung und Vereinfachung von Abstimmungs- und Informationsprozessen zwischen Lieferanten und Kunden bei. Das heißt, auf unerwartete Störungen in der Lieferkette kann schneller reagiert werden – mit großen Vorteilen für den Kunden! Denn Pünktlichkeit spielt eine wichtige Rolle: Zeitkritische Produkte, zum Beispiel für die Medikamentenherstellung, müssen zuverlässig und exakt geliefert werden. Aber wie kann das gelingen?


    Möglichkeiten für Tracking in der Chemielogistik

    Ein wichtiges Tool für umfangreiche Transparenz im Transportwesen sind Tracking-Systeme.

    Die Vorteile von Track & Trace-Systemen kurz aufgelistet:
    - Transparenz in der Supply Chain - Verschlankung von Prozessabläufen
    - Verbesserte Planbarkeit - Möglichkeiten für eine Just-in-time-Produktion
    - Mehr Optionen zur Qualitätssicherung - Optimierung der Lagerlogistik (Intralogistik)

     

    Hier gibt es Track & Trace-Möglichkeiten für die verschiedenen Transportmittel mit unterschiedlichen Abruf- und Informationsangeboten. Ob beim Land-, See-, oder Lufttransport – durch den Einsatz über Satelliten gesteuerter Hilfsmittel (GPS, AEI) ist eine Lokalisierung jederzeit möglich. Damit sind Kunden der Chemieindustrie jederzeit im Stande, ihre Produkte in Echtzeit über das Internet in der Logistikkette zu lokalisieren und Zustellungen digital abzurufen. Auf Grundlage dieser Informationen können Prozesse optimiert und ungenutzte Kapazitäten ausgelastet werden, beispielsweise durch eine exakte Planung von Wareneingängen.

    Railcar-Tracking

    Bei Zugtransporten werden die Daten von digitalisierten Güterwagen genutzt. Hier können Informationen wie Bewegung, Leerlauf, Geschwindigkeit, Umgebungstemperatur, aber auch weitere Funktionen wie zum Beispiel Gewichtsmessung oder Verschlussüberwachung an den Kunden weitergegeben werden. Hinzu kommen Vorteile wie kurze Reaktionszeiten bei Transportänderungen, bei möglichem Ausfall von Ressourcen oder bei Fahrplananpassungen hinsichtlich Absetz- und Aufnahmestopps.

    Luftfracht-Sendungsverfolgung

    Entscheidend für alle Güter die per Luftfracht transportiert werden, ist ein Luftfrachtbrief (auch "AWB" oder "MAWB" genannt = engl. "Air-Way-Bill" oder "Master-Air-Way-Bill"). Er ist ein internationales Beförderungsdokument und muss in englischer Sprache verfasst werden. Jede gebuchte Luftfrachtsendung wird mit einer individuellen AWB/MAWB-Nummer versehen. Anhand dieser Frachtbriefnummer können Flüge und Sendungs-Informationen später online im Tracking-System der jeweiligen, befördernden Airline abgefragt werden.

    LKW-Tracking

    Wie bei Güterwagen werden beim Landverkehr per LKW permanent verschiedene Daten per GPS in Echtzeit gesendet. Zusätzliche Transportmanagementsysteme ermöglichen weitere Funktionen, wie zum Beispiel eine Auswahl der kosteneffektivsten Route, Einplanung von Pausen oder die Einbindung eines Time Slot Booking Systems (Zeitfenstermanagement). Durch die elektronische Buchung von Zeitfenstern an den Verladeterminals können Kunden und Partner ihre Verladung perfekt steuern und über ein gemeinsames System abstimmen.

    Tracking von Seeschiffen

    Bei der Seefracht gibt es aufgrund von Staus durch Passagen und an Häfen besonders häufige Änderungen bei der Ankunftszeit. Bei großen Transportmengen, wie häufig in der chemischen Industrie, gibt es kaum eine ökonomische Alternative zu Hochseeschiffen. Hier ist es besonders empfehlenswert hoch integrierte Tracking-Plattformen zu nutzen, die mit Hilfe von Satelliten Positionsbestimmung in Echtzeit bieten können. Gemeldete Ankunftszeiten (ETA = Estimated Time of Arrival) und berechnete ETA's auf der Grundlage von Stauinformationen werden miteinander verglichen, um dann exakte Angaben über die Position und Ankunftszeit der Transportgüter weiter zu geben.

     

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    Track & Trace bei Chemie-Lieferanten

    Entscheidend für eine zuverlässige Chemielogistik, sind zukunftsorientierte Chemieproduzenten, die ihr Supply Chain Management digital ausrichten und die unterschiedlichen Track & Trace-Informationen der einzelnen Transportmittel kombinieren. So wird Kunden volle Transparenz über ihre gekaufte Ware ermöglicht. Kosten wie beispielsweise Kaigebühren oder Liegegelder können ebenfalls besser überwacht und abgefragt werden. Dieser Prozess reduziert deutlich die Zeit, die durch das Verfolgen von Informationen Dritter gebraucht wird und bietet bei zeitkritischen Lieferungen allen Beteiligten schnelle Daten in Echtzeit. Diese sind individuell anpassbar und häufig mit internen Systemen, wie beispielsweise SAP, kompatibel.

    Hier einige Möglichkeiten:

    • Auswahl verschiedener Tracking-Funktionen
    • Personalisierte Benachrichtigungen
    • Proaktive Nachrichten (Push-Meldungen)
    • Mehrere E-Mail-, SMS- und Fax-Nummern hinterlegbar
    • Einfacher Zugang mit oder ohne Login
    • App-Angebote
    • Cloud-basierte Lösungen

     

    Fazit

    Lieferperformance, Zuverlässigkeit und eine klare Kostenübersicht sind für viele Einkäufer und Logistik-Teams in der Chemiebranche entscheidende Attribute. Bei zeitkritischen Lieferungen in der Chemielogistik sind daher Tracking-Möglichkeiten ein wichtiges Instrument für bessere Planbarkeit und höhere Transparenz. Bei der Wahl der Lieferanten muss auf zukunftsorientierte und digitale Supply Chain Strategien, ganzheitliche Tracking-Möglichkeiten, sowie auf Erfahrung hinsichtlich Sicherheit und Compliance geachtet werden.

     

    Weitere Infos: So transportiert Haltermann Carless seine hochwertigen Kohlenwasserstoff-Produkte

     

    Themen: Digitalisierung, Supply Chain Management

    Autor: Florenz Treschau

    Autor: Florenz Treschau

    Florenz Treschau ist seit 2013 bei der HCS Group tätig. Als Senior Vice President Supply Chain Management verantwortet er aktuell die gruppenweite Planung und Steuerung der Wertschöpfungsketten sowie alle logistischen Aktivitäten der Marken Haltermann Carless, Electrical Oil Services und ETS Racing Fuels. Sein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Umsetzung zukunftsorientierter und digitaler Supply Chain Strategien und Konzepte. T +49 69 695 386 253 E-Mail FTreschau@h-c-s-group.com

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