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    Gebäudeenergiegesetz (GEG): Wärmedämmung wichtiger denn je

    16.05.22 15:37 , Autor: Dr. Sascha Rulhoff

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    Im Rahmen des europäischen Green Deal gewinnt das Thema Energieeffizienz und Gebäudedämmung an Bedeutung. Die gesetzlichen Regelungen wie die EU-Gebäuderichtlinie (The Energy Performance of Buildings Directive (EPBD)) oder das deutsche Gebäudeenergiegesetz (GEG) regeln konkret die Einsparungen von Energie rund um Neubauten und Bestandsgebäuden. Wärmedämmung spielt neben anderen Faktoren eine besondere Rolle. Warum das so ist, erfahren Sie hier.

     

    In der Europäischen Union (EU) sind rund 40 % des Endenergieverbrauchs dem Gebäudesektor zuzuordnen, dabei entfallen 36 % der Treibhausgasemissionen auf diesen Bereich. Damit Europa, wie es im Green Deal verankert ist, bis 2050 klimaneutral wird, bedarf es klimafreundlicher Neubauten, sowie umfangreicher Renovierungsmaßnahmen an den Gebäudebeständen. Pro Jahr wird jedoch nur ca. 1 % des Bestandes durch Renovierung energieeffizienter. Damit sich dies ändert, hat  die Europäische Kommission eine Strategie für eine Renovierungswelle in 2020 veröffentlicht, die eine Verdoppelung der Renovierungsquote in den nächsten zehn Jahren anstrebt und durch Renovierungen für mehr Energie- und Ressourceneffizienz sorgen soll

     

    Gebäuderichtlinien fördern konkret den Klimaschutz 

    Um den Klimaschutz, und damit einhergehend die Reduzierung von CO2-Emissionen voranzutreiben, wird spätestens seit 2021 der gesamte Energieeinsatz eines Gebäudes reguliert. Die EU sieht besonders in einem umfassenden und ganzheitlichen Gebäudeenergie-Management ein hohes Einsparungspotenzial und die Möglichkeit gezielt erneuerbare Energien einzusetzen. 

    Geregelt werden die Anforderungen in der EU-Gebäuderichtlinie EPBD und der Energieeffizienz-Richtlinie EED. In Großbritannien wird die Gebäudeenergierichtlinie ebenfalls umgesetzt.

     

    „Damit das von der Kommission im September 2020 vorgeschlagene Emissionsminderungsziel von mindestens 55 % bis 2030 erreicht werden kann, muss die EU die Treibhausgasemissionen von Gebäuden um 60 %, ihren Energieverbrauch um 14 % und den Energieverbrauch für Heizung und Kühlung um 18 % senken“. 

    Europäische Union, Pressemitteilung 

     

    Warum Wärmedämmung ein hohes Energie-Einsparpotenzial hat


    Ziel des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) in Deutschland ist die Verringerung des Energiebedarfs von Gebäuden. Dies umfasst die Erzeugung von Wärme, Kälte und Strom für den Gebäudebetrieb sowie die Förderung einer zunehmenden Nutzung erneuerbarer Energien. In Zukunft soll jedes Gebäude ein Niedrigstenergiegebäude sein, dessen Energieverbrauch gegen „Null“ geht.

    Neben Faktoren wie klimafreundliche Klima- und Lüftungsanlagen, Zentralheizungen, Warmwasserbereiter und Warmwasserspeicher spielt auch bedarfsgerechte und effiziente Wohnraumnutzung eine Rolle. Der Wärmedämmung kommt eine besonders wichtige Bedeutung bei der Energieeffizienz zu.

    Während laut Umweltbundesamt eine nicht gedämmte Wand über 20 Jahre umgerechnet 158 Liter Heizöl pro Quadratmeter verliert, sind es bei einer sehr gut gedämmten Hauswand lediglich 20 Liter: 

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    Quelle: Umweltbundesamt 

    Einen wesentlichen Anteil für die hohen Einsparungen bei der Wärmedämmung im Hausbau, und der Rohrisolierung, haben die genutzten Rohstoffe in Dämmmaterialien wie Styropor oder Polyurethan (PU)-Hartschaum. Pentane (n-Pentan, iso-Pentan, Cyclopentan) haben diesbezüglich eine Schlüsselfunktion, denn sie dienen als Treibmittel bei der Herstellung von Dämmstoffen. Mit ihrer Eigenschaft als geringer Wärmeleiter, besonders bei Cyclopentan, sind sie verantwortlich für eine hervorragende Dämmleistung und tragen so maximal zur Kosten- und Treibhausgaseinsparung bei. 

     

    Lesen Sie hierzu mehr in diesen Blogartikeln: 



    Fazit

    Das deutsche Gebäudeenergiegesetz (GEG) setzt die europäischen Richtlinien zur Gebäudeeffizienz im Rahmen des Green Deal um und reguliert alle Bereiche für mehr Energie- und Ressourceneffizienz im Gebäudesektor. Dabei sind nicht nur Anforderungen für den Neubau, sondern ebenfalls für Bestandsgebäude definiert. Die nationalen Sanierungsstrategien wie das GEG treiben aber nicht nur Effizienz und Kosteneinsparungen bei Gebäuden voran, sondern beziehen auch Themen wie Förderungen und Städtische Bauplanung mit ein. Besonders in Zeiten, in denen eine schnelle Umsetzung von Klimaschutzzielen erforderlich ist bei gleichzeitig sichtbarem Klimawandel und höheren Temperaturen, kann Wärmedämmung, besonders mit hocheffizienten Isolierplatten aus Polyurethan (PU)-Schäumen, ein Gamechanger sein. 



    Interessanter Link für unsere Leser:
    BUILD-UP – The European portal for energy efficiency in buildings ist das europäische Portal für die Energieeffizienz von Gebäuden, das von der Exekutivagentur für kleine und mittlere Unternehmen (EASME) verwaltet wird.

     

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    Themen: Nachhaltigkeit, Dämmstoffindustrie

    Autor: Dr. Sascha Rulhoff

    Autor: Dr. Sascha Rulhoff

    Dr. Sascha Rulhoff ist seit 2013 bei Haltermann Carless. Als Vice President Technical Service & Development führt er ein Team, das für den gruppenweiten technischen Support des aktuellen Produktportfolios und die Entwicklung neuer Produkte verantwortlich ist. In dieser Schlüsselfunktion interagiert er mit seinem Team als Schnittstelle zwischen Vertrieb, Produktion und Kunden, um mit technische Lösungen für die Anwendung des bestehenden Portfolios zu erarbeiten und die zukünftige Transformation zu erneuerbaren und nachhaltigen Kohlenwasserstofflösungen zu begleiten. +49 40 333 18 401 srulhoff@h-c-s-group.com

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