Neubau Hydrieranlage

    Investition in die Zukunft am Standort Speyer

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    Die Hydrieranlage in Zahlen:

    • Kapazität: 100.000 t hydriertes Produkt – abhängig vom Einsatzmaterial
    • Über 450 t Stahl verbaut (entspricht ca. 600 Sportwagen)
    • Über 13 km Rohrleitung
    • 2.000 m3 Beton
    • 240 sicherheitsgerichtete Schaltkreise
    • 721 Mio. m2 Katalysatoroberfläche (entspricht in etwa der Fläche von Hamburg)
    • Mehr als 300.000 externe Arbeitsstunden (entspricht ca. 35 Mannjahre bei 24/7)

    Speyer

    Joachim-Becher-Straße 1
    67346 Speyer
    Tel.: +49 6232 134 0

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    Kontakt

    E-Mail: Hydrierung Speyer

    Vom strategischen Ziel zur Umsetzung

    Für Haltermann Carless gibt es seit über 160 Jahren wichtige Orientierungspunkte, die uns in unserem Handeln und unserer Strategie leiten: Unsere Kunden und nachhaltiges Wachstum. Für uns sind das Verpflichtungen, die wir alle täglich erfüllen. 

    Mit dem Neubau der Hydrieranlage am Standort Speyer haben wir diese Strategie für nachhaltiges Wachstum unserer Kunden und zur Herstellung umweltgerechter Produkte umgesetzt.

    Die Investition in eine moderne und nachhaltige Technologie bietet uns für die Zukunft viele Möglichkeiten weiterzuwachsen, die Erfordernisse des Marktes zu bedienen und gleichzeitig Arbeitsplätze in dieser Region zu sichern. Innerhalb der Haltermann Carless handelt es sich um die größte Investition seit Zugehörigkeit zur HCS Group. 

    Hydrierung Speyer Spatenstich

    Im Juli 2019 feierte Haltermann Carless den symbolischen Spatenstich am Produktionsstandort Speyer und damit den Baubeginn der neuen Hydrieranlage; mit auf dem Bild Frau Seiler, OB der Stadt Speyer (Mitte)

    Produktvorteile für Cyclopentan und Mitteldestillate

    Die Hydrieranlage ist eine sehr flexible Produktionseinheit, in der vielfältige Rohwaren zur Herstellung von Mitteldestillaten und Pentanen verarbeitet werden können. Sie ermöglicht es Haltermann Carless, im Bereich der Mitteldestillate eine Produktpalette zu erzeugen, die über eine besonders hohe Reinheit verfügt und nahezu aromatenfrei ist. Dies sind wichtige Kunden- und Marktanforderung, besonders für die Druckfarbenhersteller. Für die Produktlinie Pentane ist die neue Anlage wichtig für den Ausbau der Kapazitätsmengen, allen voran von Cyclopentan, einem weltweit sehr gefragten Treibmittel für die Dämmstoffindustrie. Zudem können mit der Hydrieranlage zukünftig neuartige Produkte entwickelt werden.

     

    Das Produkt-Portfolio der Pentane und Mitteldestillate überzeugt mit klarem Mehrwert.

    Mitteldestillate bieten ein breites Anwendungsspektrum mit individuellen Leistungseigenschaften. Sie finden unter anderem Verwendung in Druckfarben, Silikondichtmassen, Schmiermitteln oder Metallbearbeitungsflüssigkeiten. 

    Die neue Hydrieranlage ermöglicht die Herstellung von 

    • Produkten mit reduziertem und nahezu freiem Aromatengehalt,
    • hoher Produktreinheit sowie
    • neuartige Produkte.

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    Mitteldestillate

    Pentane sind wichtige Treibmittel zum Beispiel in Isolierungen für den Hausbau, im Dämmmaterial für Kühlschränke oder in aufschäumenden Gels im Kosmetikbereich. 

    Die neue Hydrieranlage ermöglicht die Herstellung von 

    • signifikant höheren Kapazitätsmengen für den Weltmarkt - speziell an Cyclopentan, dem hochwertigsten der drei Isomere (n-, iso-, Cyclopentan), sowie
    • neuartigen Produkttypen.

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    Pentane

    Mehrwert für Kunden, Gesellschaft und Nachbarschaft

    Bewusst haben wir uns für den Produktionsstandort Speyer entschieden, da dieser über beste Voraussetzungen in Bezug auf Mitarbeiterressourcen, Werkskapazitäten und -anbindungen verfügt. 

    Die Investition in eine Hydrieranlage ermöglicht weiteres Wachstum in wichtigen Geschäftsfeldern zur Unterstützung der Energieeffizienz, neue Möglichkeiten zur Entwicklung nachhaltiger Produkte und effizienter Produktionstechniken sowie weitere zahlreiche Vorteile:

    Service

    Für unsere Kunden

    • Verbesserte Produktqualitäten zum Beispiel bei Reinheiten und Aromatengehalt
    • Signifikante Erhöhung der Kapazitätsmengen für Cyclopentan 
    • Erweiterung des Produktportfolios
    • Zuverlässige Lieferperformance durch neue Lagerkapazitäten vor Ort
    Zukunft

    Für unsere Zukunft

    • Verarbeitung einer größeren Rohwarenvielfalt
    • Herstellung moderner Produkte, die für die Umsetzung nachhaltiger Initiativen benötigt werden, wie beispielsweise Verbesserung der Energieeffizienz
    • Hohe Produktionsflexibilität erlaubt es kurzfristig auf Marktanforderungen einzugehen
    • Größter weltweiter Hersteller von Cyclopentan 
    • Stärkung des Standorts Speyer
    • Arbeitsplatzsicherung und Fachkräfteerhalt
    Nachhaltigkeit

    Für mehr Nachhaltigkeit:

    • Keine Abfälle, Abwässer und Emissionen beim Produktionsprozess
    • Produkte mit geringerem Aromatengehalt
    • Moderne Energieerzeugung durch eigene Wasserstofferzeugungsanlage
    Nachbarn Speyer

    Für unsere Nachbarn:

    • Moderner und zukunftsweisender Arbeitgeber in der Region
    • Ausbildungsbetrieb im Bereich Chemie
    • Enge Verbundenheit mit der Stadt Speyer seit 1965

    Technischer Überblick zur Hydrieranlage – so funktioniert es

    Moderne Anlage auf dem neuesten Stand der Technik

    In der Hydrieranlage werden durch die Zuführung von Wasserstoff die in der Rohware enthaltenen ungesättigten Kohlenwasserstoffbindungen in gesättigte Kohlenwasserstoffbindungen überführt.

    In der Hydrieranlage können drei Sorten von Rohware behandelt werden:

      1. Die erste Rohwarensorte sind Pentane, ein Gemisch aus kurzkettigen Kohlenwasserstoffen, der Gruppe der Alkane. 
      2. Die zweite Rohwarensorte ist Naphtha, ebenfalls ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffen, das in etwa Rohbenzin entspricht.
      3. Die dritte Rohwarensorte ist Gasöl, ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffen, das Kraftstoffen sehr ähnlich ist.
    Hydrierung Speyer

    Prozessablauf der Hydrierung

    Zum Betrieb der Anlage wird Rohware aus dem Tanklager in die Hydrieranlage gepumpt und dort auf den zur Reaktion erforderlichen Betriebsdruck und die erforderliche Betriebstemperatur gebracht. Die Rohware wird dann mit Wasserstoff gemischt und über einen speziellen Katalysator geleitet. Dieser Katalysator ermöglicht die gewünschte Reaktion der Sättigung der Doppelbindungen in der Rohware mit Wasserstoff, nimmt jedoch nicht an dieser chemischen Reaktion teil. Die Reaktion findet in zwei Reaktoren statt, die in einem Apparategerüst aufgestellt werden.

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    ©Haltermann Carless

    Wasserstoff-Kreislauf

    Damit eine möglichst vollständige Sättigung der Kohlenwasserstoffe erreicht werden kann, wird Wasserstoff im Überschuss zugegeben. Um den Verbrauch von Wasserstoff gering zu halten, wird der Wasserstoff mittels eines Kompressors im Kreislauf gefahren. Dazu wird der Wasserstoff von den flüssigen Kohlenwasserstoffen abgeschieden und den sogenannten Recycling-Kompressoren zugeführt, verdichtet und wieder in den Prozess eingespeist.

    Nach erfolgter Reaktion wird die hydrierte Rohware abgekühlt und entspannt und in der neben einem speziellen Apparategerüst aufgestellten Stabilisierungskolonne durch Destillation getrennt. Dabei wird der noch vorhandene restliche Wasserstoff und sogenannte Leichtsieder, Stoffe mit niedrigem Dampfdruck, abgetrennt. Die dann gesättigten und von Wasserstoff und Leichtsiedern befreiten Kohlenwasserstoffe werden auf Lagertemperatur gekühlt und in das Tanklager gepumpt. Von dort aus werden die Kohlenwasserstoffe den weiteren betrieblichen Verarbeitungsverfahren am Standort Speyer zur Verfügung gestellt.

    Eigene Wasserstofferzeugungsanlage

    Der für den Prozess erforderliche Wasserstoff wird zunächst mit Großflaschen-Batteriefahrzeugen angeliefert und bereitgestellt. Nach der geplanten Inbetriebnahme der Hydrieranlage wird eine eigene Wasserstofferzeugungsanlage in Betrieb genommen, die dann die Versorgung übernehmen kann. Die Großflaschen-Batteriefahrzeuge werden dann nur noch zur Reserve vorgehalten, um bei einem eventuellen Ausfall der Wasserstofferzeugungsanlage die Versorgung zu übernehmen. 

     

    Aufbau_Hydrierung

    Aufstellung der Hydrieranlage im Werk (Vogelperspektive)

    ©Haltermann Carless

    Verfolgen Sie unsere Bildstrecke über die Entwicklungen am Standort Speyer

    Service Beratung

     

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