Pioniere folgen keinem vorgegebenen Pfad. Sie schaffen neue Wege. Genau das tun wir bei Haltermann Carless. Genau das zeigt unsere neue Markenidentität: Pioneers in hydrocarbons. Diese Haltung wollen wir mit Leben füllen und sichtbar machen. Deshalb haben wir mit allen sechs Mitgliedern des Vorstands ein Interview zum Thema Pioniergeist geführt. Sie beleuchten das Thema Pioniergeist für ihren jeweiligen Unternehmensbereich – authentisch, nahbar und inspirierend. Heute mit Dr. Arne Hoppe, Chief Commercial Officer.
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Dr. Arne Hoppe – Chief Commercial Officer (CCO) Seit dem 1. Februar 2025 ist Dr. Arne Hoppe Chief Commercial Officer und verantwortet im Vorstand alle Vertriebs- und Marketingaktivitäten. Was ihn an seiner Rolle besonders fasziniert, ist die Möglichkeit, echte Transformation zu gestalten – mit einem klaren unternehmerischen Fokus. Es geht nicht nur darum, bestehende Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln, sondern auch mutig neue Wege zu gehen: vom Aufbau strategischer Partnerschaften bis zur Entwicklung nachhaltiger Spezialprodukte gemeinsam mit Kunden. Was die Aufgabe für ihn zusätzlich spannend macht, ist das Umfeld: Als Teil der ICI Group profitiert Haltermann Carless von einem schlanken Setup und kurzen Entscheidungswegen. Für Arne Hoppe ist das die perfekte Voraussetzung, um Strategien nicht nur zu denken, sondern sie auch konkret umzusetzen. |
Für mich bedeutet Pioniergeist, Probleme zu erkennen, neue Wege zu gehen und Dinge anzustoßen, die vorher keiner angepackt hat.
Die besten Lösungen entstehen dabei oft dort, wo der Druck am größten ist. Klingt paradox, ist aber so. Sobald es ernst wird – etwa, wenn wirtschaftlicher Druck ins Spiel kommt – spürt jeder: Jetzt zählt’s. Das motiviert Menschen.
Ich persönlich habe mich immer dahingezogen gefühlt, wo die Dinge schwierig waren. Ich habe nie einen Job übernommen, bei dem alles lief wie geschmiert. Ich bin immer gerne dahin gegangen, wo die Hütte brennt – weil man da wirklich etwas verändern kann.
Es braucht vor allem Vielfalt. Klar: Es gibt Menschen, die blühen auf, wenn sie gefordert werden. Die lieben es, etwas aufzubauen. Aber genauso wichtig sind die, die strukturieren, stabilisieren und vorsichtig abwägen. Und genau deshalb ist Diversity so entscheidend – aber eben nicht plakativ verstanden. Ich habe oft erlebt, dass Diversity rein auf Quoten reduziert wurde. Das kann sogar kontraproduktiv sein.
Was wirklich zählt, ist Vielfalt im Denken. Unterschiedliche Herangehensweisen, verschiedene Ausbildungen, Erfahrungen, kulturelle Perspektiven – das bringt Innovation. Ich habe Teams erlebt, die formal divers waren, aber im Denken komplett gleich. Das bringt nichts. Bei uns im Vorstand hilft uns zum Beispiel auch die Mischung aus neuen Leuten wie mir und Kollegen, die das Unternehmen schon lange kennen.
Ein Teil meines Teams arbeitet an kundenorientierten Lösungen – zum Beispiel im Bereich Pentane, das sind Treibmittel für Dämmstoffe, aber auch bei Rennkraftstoffen. Dabei entwickeln wir oftmals gemeinsam mit den Kunden maßgeschneiderte Produkte. Das ist für mich Pioniergeist: Wir bieten nicht nur das, was von uns erwartet wird, sondern gehen einen Schritt weiter. Oft sogar zwei. Wir schauen: Können wir das Produkt auch nachhaltiger machen? Die Antwort ist fast immer: Ja, können wir.
Das Problem ist eher: Noch sind nicht alle Kunden bereit dafür zu bezahlen – oder deren Kunden wiederum nicht. Trotzdem: Wir sind vorbereitet. Wir haben heute schon in der Pipeline, dass wir fast jedes Produkt nachhaltig anbieten können.
Ein anderes Beispiel: GTL – Gas-to-Liquid. Damit gehen wir weg vom Erdöl, hin zu Gas als Rohstoff. Noch nicht grün, aber grüner. Ein machbarer Zwischenschritt. Und ja, natürlich braucht es eine große Vision von klimaneutraler Industrie. Aber dahin kommt man nur über realistische Etappen.
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Indem wir beispielsweise neue Wertschöpfungsideen denken. Früher haben wir eine Anlage gebaut, ein Produkt hergestellt und verkauft. Heute könnten wir uns überlegen: Können wir mit Partnern arbeiten, die bereits Kapazitäten haben? Ich kann mir gut vorstellen, dass wir zukünftig auch auf bestehende Infrastrukturen zugreifen – zum Beispiel Produktionsanlagen, die durch den Wandel der Industrie leer stehen. Warum neu bauen, wenn man gemeinsam etwas Bestehendes nutzen kann? Dieser Gedanken lässt mich gerade nicht los. Da gibt es viele Varianten, wie wir uns in der Wertschöpfungskette besser positionieren können Das ist nicht nur effizient, sondern auch nachhaltig. Und genau das ist für mich „Value x2“: mehr Wert schaffen mit weniger Ressourcen.
Ja, zum Beispiel unser neuer Kraftstoff für Oldtimer. Die Szene wächst, die Besitzer sind bereit, einen Aufpreis für hochwertigen und nachhaltigen Treibstoff zu bezahlen – vor allem, wenn dieser den Motor schont und noch dazu nachhaltig ist. Genau das bieten wir mit unserem Carless® Classic Fuel. Aktuell beliefern wir vor allem Oldtimer-Rennen, unser Ziel ist aber der Endverbraucher. Die Herausforderung: Wir haben keine eigenen Tankstellen mehr. Aber wir haben gute Ideen, wie wir in den Handel kommen. Das Produkt ist da – jetzt geht’s an die Vertriebsstrategie. Auch das ist Pioniergeist.
Ich möchte Pioniere fördern. Ich glaube: Gute Führung erkennt Talente – und bringt sie in Position. Ganz wichtig ist dabei auch, Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu schaffen. Da spreche ich aus Erfahrung. Ich habe ein sechsjähriges Kind, meine Frau ist Vollzeit berufstätig und drei Tage pro Woche in einer anderen Stadt. In der Zeit kümmere ich mich um unser Kind – mit allem, was dazugehört.
Ich finde: Vereinbarkeit ist ein Top-Thema. Nicht nur für die Abteilung „People & Culture“, sondern auch für Führungskräfte. Wir sind Vorbilder. Und wenn wir das nicht sichtbar machen, wer dann?
Bleiben Sie gespannt: In unserer Interviewreihe kommen alle sechs Mitglieder des Vorstands von Haltermann Carless zu Wort. Dabei wird klar: Pioniergeist hat viele Gesichter. Jede Perspektive ist anders – und genau diese Vielfalt im Führungsteam macht unseren Pioniergeist erst möglich.
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