Haltermann Carless Blog

Interview: Pioniergeist für morgen bei Haltermann Carless

Geschrieben von Autorin: Sandra Sparenberg | 2.4.2026

Pioniere setzen sich nicht nur hohe Ziele. Sie erreichen sie.

Genau das tun wir bei Haltermann Carless. Genau das zeigt unsere neue Markenidentität: Pioneers in hydrocarbons. Diese Haltung wollen wir mit Leben füllen und sichtbar machen. Deshalb haben wir mit allen sechs Mitgliedern des Vorstands ein Interview zum Thema Pioniergeist geführt. Sie beleuchten das Thema Pioniergeist für ihren jeweiligen Unternehmensbereich – authentisch, nahbar und inspirierend. Heute mit Dr. Eva Morsbach, Senior Vice President Corporate Development & Sustainability.  

 


Dr. Eva Morsbach – Senior Vice President Corporate Development & Sustainability (CD&S)

Seit Anfang 2024 ist Dr. Eva Morsbach im Unternehmen tätig und hat vor kurzem mit ihrem Ressort CD&S die Geschäftsleitung der Haltermann Carless Group erweitert. Ihre Aufgabe: die strategische Richtung des Unternehmens vorgeben und die großen Zukunftsfragen beantworten – etwa in welchen Märkten und Regionen Haltermann Carless künftig wachsen will, wo Investitionen sinnvoll sind und welche Geschäftsfelder langfristig relevant bleiben. Für diese Position bringt sie eine Kombination mit, die sich hervorragend eignet: Als promovierte Chemikerin mit Berufserfahrung in der Strategie- und M&A-Beratung vereint sie fundiertes technisches Verständnis mit analytischem, strategischem Denken – eine ideale Basis, um die Machbarkeit neuer Geschäftsfelder realistisch zu bewerten und zukunftsgerichtete Entscheidungen vorzubereiten.  

 

Was bedeutet Pioniergeist für Sie persönlich? 

Für mich bedeutet Pioniergeist, sich mit Neugier und Mut auf unbekanntes Terrain zu begeben – auch ohne vorgefertigte Lösungen. In der Strategiearbeit gibt es kaum Standardaufgaben, damit ist Pioniergeist bei uns quasi Teil der Jobbeschreibung. Wir arbeiten nicht nach festen Prozessen oder wiederkehrenden Routinen – jede Aufgabe, jedes Projekt ist neu. Wir befassen uns immer wieder mit Themen, die nicht nur für uns persönlich neu sind, sondern auch für das Unternehmen – und manchmal sogar für die gesamte Branche. 

 

Wie tragen Sie diesen Pioniergeist in Ihr Team? 

Ich habe das große Glück, dass Pioniergeist in unserer Abteilung ganz selbstverständlich gelebt wird. Das liegt an den Menschen, die sich von Natur aus für diese Art von Arbeit begeistern – und die mit viel intrinsischer Motivation neue Themen vorantreiben wollen. 

Als Führungskraft sehe ich es als meine Aufgabe, einen Raum zu schaffen, in dem jede Meinung zählt und Mitarbeitende aktiv mitgestalten können. Eine gute Idee ist eine gute Idee – egal, ob sie von jemandem mit Jahrzehnten an Berufserfahrung oder von einem neuen Teammitglied stammt. Entscheidend ist die Qualität der Idee, nicht die Visitenkarte der IdeengeberIn. 

Natürlich hilft es, ein klares Zielbild zu kommunizieren und Orientierung zu geben. Dass unsere Abteilung Teil der Geschäftsleitung ist, sorgt dafür, dass wir frühzeitig an strategisch wichtigen Entscheidungen beteiligt sind. Diese Nähe zu den richtungsweisenden Themen gibt mir und meinem Team die Möglichkeit, aktiv mitzugestalten – und das motiviert. 

 

Wo erleben Sie im Alltag Pioniergeist – zum Beispiel in einem konkreten Projekt? 

Ein Beispiel ist unsere Partnerschaft mit dem Startup Firefly in Großbritannien. Das Unternehmen hat eine innovative Produktionstechnologie entwickelt, um aus Klärschlamm wertvolle neue Rohstoffe herzustellen. Dabei haben wir ein neues Modell für unsere Zusammenarbeit entwickelt: Zum ersten Mal wurde ein sogenanntes Service-Level-Agreement für unseren Standort in Harwich ausgearbeitet, um dem Startup in einer Pilot-Phase die Ansiedlung auf unserem Werksgelände zu ermöglichen. Das klingt vielleicht unspektakulär, war für uns aber ein großer Schritt, weil es neue betriebliche Denkweisen ermöglicht. Es geht nicht mehr nur darum, alleine ein Geschäft aufzubauen, sondern gegenseitig von den Stärken eines Partners zu profitieren – das ist „Win / win“ für die ganze Industrie.   

Ein anderes Beispiel ist ein Projekt, bei dem wir Potenziale für nachhaltige Flugkraftstoffe analysiert haben, sogenannte Sustainable Aviation Fuels. Wir wollten der erste kommerzielle Hersteller in Deutschland sein, der diese Flugkraftstoffe mit der Alcohol-to-Jet-Technologie herstellt. Es gab gute Gründe, sich intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen – aber am Ende haben wir entschieden, es nicht weiterzuverfolgen. Auch das ist Pioniergeist: den Mut zu haben, ein Thema zu beenden, wenn es nicht tragfähig ist. Ressourcen freizumachen, um Neues anzugehen, ist oft genauso wichtig wie das Beginnen.

 

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Ihr Polarstern heißt “Value x2”. Wie hilft Ihnen und Ihrem Team der Pioniergeist, mehr Wert zu generieren?

Für mich sind hier zwei Begriffe zentral: Optimismus und Entschlossenheit. Das bedeutet zum einen die Zuversicht, dass wir mit unseren Fähigkeiten Zukunft gestalten können. Und zum anderen die Entschlossenheit, dranzubleiben – auch über längere Zeiträume hinweg oder in Phasen der Unsicherheit. Ob es um neue Partnerschaften, neue Geschäftsmodelle oder um die Umsetzung strategischer Entscheidungen geht: Ohne diesen inneren Antrieb geht es nicht. 

 

Und wie zeigt sich dieser Pioniergeist im Umgang mit Nachhaltigkeit bei Haltermann Carless? 

Die Grüne Transformation ist längst Realität, aber sie ist nicht überall gleichermaßen angekommen. Unsere Produktionstechnologien haben den großen Vorteil, dass wir sehr einfach fossile Rohstoffe durch erneuerbare Alternativen ersetzen können – vorausgesetzt, unsere Kunden wünschen dies und sind bereit, den Mehrwert zu honorieren. In Bereichen wie unseren Spezialkraftstoffen und Rennkraftstoffen ist das heute schon ein klarer Wachstumstreiber.  

Darüber hinaus ist es uns wichtig, die eigenen Nachhaltigkeitsanstrengungen transparent darzustellen. In den vergangenen Jahren haben wir im Team Großartiges geleistet, um die nötigen Nachhaltigkeitszertifizierungen aufzubauen, wichtige Audits zu bestehen und offizielle Nachhaltigkeitsnachweise zu liefern –  die im Übrigen auch für unsere Kunden im Rahmen ihrer Grünen Transformation sehr wichtig sind.  

 

Welche nächsten Schritte möchten Sie mit Ihrem Team gehen, um den Pioniergeist weiter voranzutreiben? 

Ganz aktuell hatten wir einen Workshop mit meinem Team, in dem wir genau diese Frage diskutiert haben. Unter dem Motto „Start – Stop – Continue“ hat jeder für sich reflektiert: Was will ich beginnen, was beenden, was beibehalten, um mehr Pioniergeist zu leben? Diese persönliche Auseinandersetzung hat viel bewirkt. Denn nur wenn ich selbst spüre, warum ein Thema für mich relevant ist, verändert sich auch etwas im Alltag. Das war ein richtig guter Impuls für die zukünftigen Aufgaben.

 

Vielen Dank für das Interview. 


 

Bleiben Sie gespannt: In unserer Interviewreihe kommen alle sechs Mitglieder des Vorstands von Haltermann Carless zu Wort. Dabei wird klar: Pioniergeist hat viele Gesichter. Jede Perspektive ist anders – und genau diese Vielfalt im Führungsteam macht unseren Pioniergeist erst möglich. 

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